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New York
01. CLIC BOOKSTORE & GALLERY

Keine Ahnung, ob die Vernissagen im Clic immer diesen Stellenwert haben, soweit wir beurteilen konnten, war vermutlich die ganze New Yorker Kunstszene da. Auf jeden Fall haben alle so ausgesehen, wie es eben sein muss an solchen Anlässen. Viele kokettierende Frauen, Männer, die wie Frauen aussehen und Männer, die Frauen sind, haben nur Augen für die Presse. Ja, ne Menge Interviews, Kameras und das alles mit Champagner veredelt, was will man mehr. Ähh… Kunst, Bücher, Künstler? Keine Ahnung, hat jedenfalls Unterhaltungsfaktor 10 und ist ein Muss.

02. MAISON PREMIERE

Haben Sie während der Rush Hour ein Taxi Richtung Williamsburg ergattert, so empfehlen wir für die schönste Zeit des Tages das Maison Premiere. Was Ambiente und Klasse angeht, ist dieses Lokal nicht so schnell zu schlagen. Die Einrichtung aus den 40ern ist wirklich wunderschön und lässt sich am besten bei einer Austernschale und Champagner bewundern. Die Austernauswahl wechselt täglich und ist übrigens um die Apérozeit zum halben Preis zu haben. Also, gleich mal 24 Stück aus den unterschiedlichsten Regionen bestellen. Tipp: Nach der ersten Runde zu den Drinks übergehen und einen Apple Jack Old Fashion bestellen; oder einen der über 30 Absinthes – wow, gleich noch einen bitte!

03. THE BOWERY HOTEL

Jeder sollte ins Bowery. Wenn’s kein Zimmer sein soll, dann mindestens auf einen Drink in der wohl hippsten Teppich-Bar New Yorks. Locker, leger geht’s hier zu, und die Kellner lieben ihren Job, servieren den Old Hickory gekonnt in Hosenträgern. Für die Raucher ist eine im Winter beheizte Gartenlounge der Knaller, wo sich sogar Nichtraucher gerne aufhalten. Das Hotel, an der 335 Bowery zwischen Prince & Spring Street gelegen, ist von der Lage her der Hammer. Alle coolen Restaurants und Bars sind in diesem Quartier zu Fuss erreichbar. Und wem das noch nicht genug ist: Stars wie Eva Mendes, Ryan Gosling oder Zooey Deschanel trifft man da auch an.

04. IL MULINO

Die italienischen Touristenfallen in Little Italy sind sehr berüchtigt und nicht empfehlenswert. Im Gegensatz zum Il Mulino, dem an der 86 West 3rd Street gelegenen kleinen romantischen Restaurant. Der Empfang ist sehr herzlich, die Bedienung zu 100% italienisch. Der erste Blick in die Runde gibt uns sofort das Gefühl, dass hier die wahren Sopranos und Prizzis essen. Kaum sitzt man am Tisch, werden einem Antipasti offeriert, die schon einen kleinen Querschnitt durch die italienische Küche zeigen und so reichlich in der Menge sind, dass der Mutige eigentlich schon nach der Rechnung verlangen könnte und nur die zwei selbst bestellten Proseccos darauf finden würde. Aber würde er das überleben?

05. THE GOLF CLUB CHELSEA PIERS

Wer nach der stetigen Völlerei in den wunderbaren New Yorker Restaurants mal ein wenig Bewegung braucht, der sollte zum Pier 59 gehen und ein paar Bälle Richtung Hudson River schlagen. Dies tut man in der schicken Golf Academy am besten in den oberen Stockwerken und bei Sonnenuntergang. Auch ist es ratsam, nicht verschiedene Platznummern zu ziehen, sondern gemeinsam auf einem Feld abzuschlagen, damit der Spass grösser und der Ärger bei den Profis garantiert ist.

06. THE END OF HISTORY

Betritt man an der 548 Hudson Street im West Village den kleinen Laden, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus – ja, hier hat es auf wenigen Quadratmetern mehr 1950er- & 60er-Glasobjekte als sonst wo auf dieser Welt. Sammler aus allen Ländern kommen in diesem Shop zusammen und decken sich mit den seltensten Vasen, Lampen oder mit Nippes ein. Jedes der unzähligen Objekte hat eine eigene Geschichte, die der Ladenbesitzer Steven Saunders gerne erzählt. Aber seien Sie vorgewarnt: Sich in eines der Objekt zu verlieben, kann schon sehr sehr kostspielig werden.

07. MOSCOT

Seit 1915 existiert dieses Brillenlabel und immer noch trägt es den Status «Super cool und mega in». Auch für Leute, die keine Brillenträger sind oder schon den letzten Schrei an Sonnenbrille besitzen, ist der Shop an der 118 Orchard Street allemal einen Besuch wert. Die Einrichtung ist noch original aus den Anfängen und es gibt noch immer Brillen aus der 1. Produktion zu kaufen und zu bestaunen. Achtung: Wenn die Gebrüder Moscot aus der 4. Generation ihre Begeisterung verbreiten, dann ist es eben doch vielleicht Zeit für eine neue Brille, die den gutaussehenden Werber in den gefürchteten Dr. Mabuse verwandeln.

08. FREEMANS

Ob gewollt oder nicht, der Einrichtungsstil wirkt zusammengewürfelt. Genau das macht dieses Lokal so unheimlich gemütlich. Bei den verschiedenen Räumlichkeiten über zwei Etagen fallen uns Wörter wie Jagdstube, Flohmarkt, Zuhause, Landhaus, Zoo, Bibliothek ein. Leider ist das Freemans nicht nur bei uns beliebt, sondern auch bei den jungen New Yorkern. Tipp: Vorbeigehen, reservieren und nach zwei Stunden wieder am Desk vorbeischauen.

09. VELOTRIP

Eine echte sportliche Alternative zum Golfclub ist, sich am Samstagmorgen ein Fahrrad zu schnappen (Blazing Saddles Bike Rentals & Tours, 89 South Street, NYC auf der Verlängerung der Fulton Street) und über die Brooklyn Bridge zu radeln. Anschliessend geht man samstags zwischen 10 und 17 Uhr an den Fort Greene Flea Market und kämpft sich dort durch den Trödel. Mittagessen ist eher schwierig in dieser Gegend. Hier hilft, Leute zu fragen oder einfach in der Gegend rumzukurven, bis man fündig wird. Am Nachmittag geht die Tour nach Williamsburg, ein sehr spannendes und buntes Künstlerviertel mit einem grossen Anteil an orthodoxen Juden. Vor Ladenschluss geht’s dann über die Williamsburg Bridge zurück an die Lower East Side. Tipp: Kräfte sorgfältig einsetzen, da diese Tour doch einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.

10. RED EGG

Wenn die Räumlichkeiten nicht gerade wieder durch die Polizei geschlossen worden sind bzw. «Renovationsarbeiten» anstehen, dann ist das Red Egg der momentan wohl angesagteste Club in New York. Die Türe ist wie bei allen Clubs nicht einfach zu bewältigen, gehören doch die Doormans zu den härtesten ihrer Zunft. Ist der Einlass einmal gewährt, stört der etwas fremdartige Geruch nicht weiter, ist doch das Red Egg auch ein Speiselokal. Tanzwütige kommen hier auf ihre Kosten und stille Geniesser ebenfalls, bei den vielen sexy & trendy Leuten.

11. SAXON & PAROL

Mit dem Public haben die Macher des neuen Restaurants Saxon & Parol schon ein Zeichen gesetzt. Das Saxon & Parol setzt vor allem in Sachen Küche und Bedienung noch einen drauf. Wie immer ist der Tisch noch nicht fertig und man wird erst mal an die Bar verwiesen. Macht jedoch rein gar nichts, weil man so bestens die durchaus attraktive Szene abchecken kann. Chic und very trendy. Auch bei grossem Hunger bitte Finger weg von den Apérohäppchen, hat doch der Küchenchef so einiges drauf. Wir empfehlen zur Vorspeise das der Länge nach aufgeschnittene «Miso glazed bone marrow» für 13 Dollar.

12. LIMOUSINEN SERVICE

Vergessen Sie die überteuerten Taxis und gönnen Sie Sich nach den fiesen und umständlichen Passkontrollen am JFK eine Fahrt mit einer der dicken Limousinen. Rufen Sie noch von Zuhause an und bestellen Sie den Service von Harij Hossain unter der Nummer +1 (0)212 347-575-2728. Dieser Mann ist nicht nur höflich und günstig, sondern er chauffiert sie auch zu Unzeiten in eine Richtung, wo sonst kein Taxi hinfährt (weil die Cabdriver denken, sie könnten am Zielort keinen Gast für die Rückfahrt finden).